Feste Fuge: Pflasterfugenmörtel für unkrautfreie, wasserdurchlässige Flächen

Lose Fugen bedeuten Nachsanden, Unkraut und laufenden Pflegeaufwand – feste Fugen lösen genau das. Fugenmörtel bleibt dauerhaft im Verbund, ist frostfest und lässt Regenwasser kontrolliert versickern. Entscheidend sind Unterbau, saubere Fugen, richtiges Temperaturfenster und korrektes Einarbeiten. Bei guter Ausführung hält das Ergebnis im Privatbereich meist 10–15 Jahre oder länger – mit deutlich weniger Wartung.

Die Verfugung von Pflastersteinen, Betonsteinen und Terrassenplatten gehört zu den unterschätzten Faktoren für eine langlebige Außenfläche. Während lose Fugenmaterialien wie Quarzsand regelmäßig nachgefüllt werden müssen und Unkrautbewuchs kaum verhindern, bieten moderne Fugenmörtel eine dauerhafte Alternative. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über feste Fugen – von den verschiedenen Arten über die korrekte Verarbeitung bis hin zur Pflege, typischen Fehlerquellen und der Auswahl von Fugenmörtel und Fugensand in unterschiedlichen Farben, um das Design der Fläche optimal zu unterstützen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Feste Fuge reduziert Unkrautwuchs nahezu vollständig, ist wasserdurchlässig und übersteht Frost-Tau-Wechsel über viele Jahre hinweg schadlos.
  • Besonders geeignet für Terrassen, Gartenwege und Einfahrten mit Beton-, Natur- und Feinsteinzeugplatten.
  • Die Verarbeitung muss bei passenden Temperaturen (ca. 5–30 °C) auf einem tragfähigen Unterbau erfolgen.
  • Feste Fugen verbessern die Optik deutlich und verringern den Wartungsaufwand durch Wegfall von Nachsanden und regelmäßigem Jäten.
  • Bei korrekter Ausführung halten feste Fugen im privaten Bereich typischerweise 10–15 Jahre und länger.

Was ist eine feste Fuge?

Eine feste Fuge ist eine dauerhaft erhärtete, aber wasserdurchlässige Pflasterfuge, die Steine und Platten stabil miteinander verbindet und gleichzeitig Regenwasser in den Untergrund ableitet. Anders als lose Fugenmaterialien bleibt der Mörtel nach der Aushärtung an seinem Platz und verhindert das Eindringen von Unkrautsamen.

Pflasterfugenmörtel besteht typischerweise aus:

  • Sand und mineralischen Füllstoffen als Basis
  • Reaktiven Bindemitteln wie ein- oder zweikomponentigen Kunstharzen (z. B. Epoxidharz)
  • Alternativ zementären Bindemitteln für besonders druckfeste Anwendungen

Nach der Aushärtung entsteht eine feste, aber flexible Verbindung zwischen den Pflastersteinen bzw. Platten. Diese Flexibilität ist wichtig, um Temperaturschwankungen und leichte Bewegungen im Untergrund aufzunehmen, ohne dass Risse entstehen.

Der wesentliche Unterschied zu losen Fugen:

Merkmal Lose Fuge (Sand, Splitt) Feste Fuge (Fugenmörtel)
Material Fugensand, Quarzsand, Splitt Fugenmörtel mit Bindemittel
Haltbarkeit Jährliches Nachfüllen nötig 10+ Jahre bei korrekter Ausführung
Unkrautschutz Minimal Nahezu vollständig
Pflegeaufwand Hoch Gering

Typische Einsatzbereiche für feste Fugen sind Terrassen aus Feinsteinzeug, Natursteinflächen im Garten und Hofeinfahrten mit Betonpflaster. Seit den 2000er-Jahren haben sich diese Systeme als Weiterentwicklung klassischer Zementmörtel etabliert.

Die Nahaufnahme zeigt eine gepflasterte Terrasse mit gleichmäßig gefüllten Fugen zwischen den Natursteinplatten, die sorgfältig mit Fugenmörtel verarbeitet wurden. Die sauberen Pflasterfugen sind wasserdurchlässig und tragen zur Stabilität der Terrasse bei, während sie gleichzeitig das Wachstum von Unkraut und Moos minimieren.

Vorteile einer festen Fuge im Außenbereich

Feste Fugen bieten zahlreiche praktische Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfugungsmethoden. Hier die wichtigsten im Überblick:

  • Unkrautschutz: Durch die geschlossene Fugenoberfläche finden Samen kaum Halt. Das Wachstum von Unkraut, Moos und Gras wird stark reduziert – laut Herstellerangaben nahezu zu 100 % bei stabilen Untergründen.
  • Schutz vor Ausspülung: Regen schwemmt das Fugenmaterial nicht mehr aus. Auch nach Jahren bleibt die Fläche stabil, ohne dass Sie regelmäßig nachsanden müssen.
  • Frost- und witterungsbeständig: Hochwertige Mörtel überstehen Frost-Tau-Wechsel über viele Winter schadlos. Die Frostbeständigkeit wird durch kontrollierte Porosität und flexible Bindemittel erreicht.
  • Wasserdurchlässigkeit: Feste Fugen fungieren als Drainage und leiten Niederschläge in den Untergrund ab. Mit einer Durchlässigkeit von typischerweise 30 % oder mehr gelten verfugte Flächen als nicht versiegelt im Sinne der Umweltvorschriften.
  • Schutz vor Ameisen und Insekten: Dichte Fugen erschweren das Unterwandern von Platten durch Ameisen deutlich. Das Risiko von Hohllagen und Plattenverschiebungen sinkt.
  • Optik: Gleichmäßige, feste Fugen erzeugen ein ruhiges Fugenbild und unterstreichen die Farbwirkung von hellen und dunklen Platten. Das Gesamtbild wirkt gepflegt und hochwertig.

Arten von festen Fugensystemen

Je nach Belastung, Fugenbreite und gewünschter Verarbeitungsweise stehen verschiedene Systeme zur Auswahl. Die richtige Art hängt von Ihrem konkreten Einsatzbereich ab.

  • Ein-Komponenten-Fuge (1K): Diese Fugenmasse wird gebrauchsfertig im Eimer oder Beutel geliefert. Der Inhalt der Verpackung ist dabei entscheidend, um die benötigte Menge für die zu verfugende Fläche richtig einzuschätzen. Sie reagiert mit Luftfeuchtigkeit bzw. Sauerstoff und härtet selbstständig aus. 1K-Systeme eignen sich für Fugen ab ca. 3 mm Breite und vereinfachen die Verarbeitung für Heimwerker erheblich.
  • Zwei-Komponenten-Fuge (2K): Bindemittel und Härter werden getrennt geliefert und vor Ort gemischt. Auch hier sollte auf den Inhalt des Gebindes geachtet werden, um die Fläche optimal abzudecken. Diese Systeme sind für höhere Belastungen ausgelegt – etwa befahrbare Hofeinfahrten mit Fahrzeugen bis ca. 7,5 t. 2K-Mörtel bieten Profis präzisere Kontrolle über Aushärtezeiten.
  • Polymergebundene Fugen (Polymersand/halbfeste Fuge): Ein spezieller Sand mit Bindemittel, der leicht anzieht und kostengünstiger ist. Bei der Verarbeitung kann der Wasserverbrauch durch gezielte und effiziente Reinigungsmethoden deutlich reduziert werden, was sowohl Ressourcen schont als auch die Umweltverträglichkeit verbessert. Der Unkrautschutz ist allerdings begrenzter als bei vollwertigen Fugenmörteln.
  • Zementärer Fugenmörtel: Zementbasierte Produkte sind besonders druckfest und eignen sich für stark belastete Flächen. Sie sind jedoch weniger flexibel und erfordern eine sorgfältige Planung der Entwässerung.
  • Hinweis auf Farbauswahl: Typische Fugenfarben sind Sand, Steingrau und Basalt. Stimmen Sie die Mörtelfarbe auf Ihre Platten bzw. Ihr Pflaster ab, um Verfärbungen zu minimieren und ein harmonisches Erscheinungsbild zu erzielen.

Fugenmaterial: Auswahl und Eigenschaften

Die Wahl des passenden Fugenmaterials ist ein entscheidender Schritt für eine dauerhaft schöne und stabile Fuge – ganz gleich, ob Sie Terrassenplatten, Pflasterflächen oder Wege verfugen möchten. Unterschiedliche Fugenmaterialien bieten jeweils spezifische Vorteile, die sich je nach Art der Fläche, Beanspruchung und gewünschtem Fugenbild auszahlen.

Zu den gängigsten Fugenmaterialien zählen Fugenmörtel, Pflasterfugenmörtel und spezielle Fugenmassen für Terrassenplatten. Fugenmörtel überzeugt durch seine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Unkraut, Frost und mechanischer Belastung. Besonders beliebt sind 1K- und 2K-Fugenmörtel, die sich durch ihre einfache Verarbeitung und zuverlässige Aushärtung auszeichnen. Pflasterfugenmörtel punktet mit unkomplizierter Anwendung und eignet sich hervorragend für größere Pflasterflächen im Garten oder auf der Terrasse.

Ein zentrales Auswahlkriterium ist die Fugenbreite: Für eine feste, belastbare Fuge sollte sie mindestens 3 mm betragen. Auch die Fugentiefe und die Körnung des Materials spielen eine Rolle für die Festigkeit und Langlebigkeit. Wer Wert auf ein harmonisches Fugenbild legt, kann aus verschiedenen Fugenfarben wählen – von klassischem Sandton über Steingrau bis hin zu Basalt. So lässt sich das Fugenmaterial optimal auf die Farbe der Terrassenplatten oder Pflastersteine abstimmen.

Die Verarbeitungstemperatur ist ein weiterer wichtiger Faktor: Idealerweise liegt sie zwischen 5 °C und 30 °C, damit der Fugenmörtel optimal aushärtet und seine volle Festigkeit erreicht. Die Verarbeitungszeit beträgt je nach Produkt mindestens 30 Minuten – genug Zeit, um das Material sorgfältig in die Fugen einzubringen und ein gleichmäßiges Fugenbild zu erzielen.

Auch die Wasserdurchlässigkeit des Fugenmaterials sollte nicht unterschätzt werden. Eine wasserdurchlässige Fuge sorgt dafür, dass Regenwasser zuverlässig abgeleitet wird und sich keine Staunässe bildet – das schützt nicht nur vor Frostschäden, sondern hemmt auch das Wachstum von Unkraut und Moos.

Beim Preis gibt es je nach Art, Qualität und Gebindegröße deutliche Unterschiede. Während einfache Fugenmaterialien günstiger sind, bieten hochwertige Fugenmörtel und Pflasterfugenmörtel eine längere Haltbarkeit und bessere Schutzwirkung gegen Unkraut und Frost. Hier lohnt es sich, nicht nur auf den Preis pro Eimer oder Gebinde zu achten, sondern auch die langfristigen Vorteile und die Lebensdauer der Fuge zu berücksichtigen.

Fazit: Die Auswahl des richtigen Fugenmaterials ist entscheidend für die Qualität und Beständigkeit Ihrer festen Fuge. Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung die Art der Fläche, die Fugenbreite, gewünschte Fugenfarben, Körnung, Verarbeitungstemperatur und die Anforderungen an Festigkeit und Wasserdurchlässigkeit. So schaffen Sie eine langlebige, pflegeleichte und optisch ansprechende Verbindung zwischen Ihren Terrassenplatten oder Pflastersteinen.

Einsatzbereiche: Wo lohnt sich eine feste Fuge besonders?

Feste Fugen entfalten ihren Nutzen vor allem dort, wo Stabilität, Ästhetik und geringer Pflegeaufwand gefragt sind.

  • Terrassen aus Beton- oder Natursteinplatten: Feste Fuge vermeidet Plattenverschiebungen und ermöglicht eine fast unkrautfreie Fläche. Gerade bei der Nutzung als Sitzbereich profitieren Sie von der stabilen Oberfläche.
  • Feinsteinzeug-Terrassen: Schmale Fugen von 3–5 mm lassen sich mit Fugenmörtel sauber und dauerhaft ausfüllen. Die Fugenkreuze sorgen dabei für gleichmäßige Abstände bei der Verlegung.
  • Gartenwege und Sitzplätze: Feste Fugen machen die Oberfläche ruhig und trittsicher – auch nach regenreichen Jahren. Das Verlegen von Wegen wird durch stabile Fugen langlebiger.
  • Hofeinfahrten und Carports: Belastbare 1K- oder 2K-Fugenmörtel halten Einfahrten mit regelmäßigem PKW-Verkehr dauerhaft stabil. Die Druckfestigkeit liegt bei hochwertigen Produkten über 20–30 N/mm².
  • Innenhöfe und Vorplätze von Mehrfamilienhäusern: Feste Fugen reduzieren den Pflegeaufwand für Hausverwaltungen erheblich. Wartungsteams sparen Zeit durch Wegfall manuellen Jätens.
  • Empfindliche Pflasterflächen mit Metall- oder Natursteinelementen: Salzfreie, verfärbungsarme Fugenmörtel minimieren Rost- und Randverfärbungen bei empfindlichen Materialien.
Auf der Einfahrt mit Betonpflaster sind gleichmäßig verfugte Steine zu sehen, während ein Auto darüber fährt. Die Fugen sind mit Fugenmörtel ausgefüllt, was die Festigkeit und Wasserdurchlässigkeit der Pflasterfläche verbessert.

Voraussetzungen für eine langlebige feste Fuge

Eine feste Fuge ist nur so gut wie ihr Unterbau und die Vorbereitung. Beachten Sie diese Voraussetzungen für ein dauerhaftes Ergebnis:

  • Tragfähiger Untergrund: Ein mehrschichtiger Aufbau mit Frostschutzschicht (z. B. Schotter), Tragschicht und Splittbett gemäß gängigen Richtlinien wie der ZTV Wegebau ist erforderlich. Die ZTV-Wegebau-Nutzungskategorie 3 definiert Tragfähigkeiten für leichten Verkehr bis 3,5 t.
  • Ausreichende Fugenbreite und Fugentiefe: In der Regel sind mindestens 3 mm Breite und ca. 30–40 mm Tiefe (oder volle Steinhöhe bei Platten) gefordert. Zu schmale Fugen können nicht ausreichend Material aufnehmen.
  • Saubere, trockene Fugenflanken: Alte, lose Fugenmasse muss bis ca. 3–3,5 cm Tiefe entfernt werden. Die Fläche sollte gründlich gereinigt sein – professionelle Anbieter nutzen hierfür Hochdruck-Heißwasserreinigung bis 100 °C und 350 bar.
  • Geeignete Verarbeitungstemperatur: Das optimale Temperaturfenster liegt bei ca. 5–30 °C. Keine Verarbeitung bei Frost, Dauerregen oder sengender Sonne. Temperaturen über 30 °C verkürzen die Verarbeitungszeit von typischerweise 30–60 Minuten deutlich.
  • Gefälle und Entwässerung: Ein Gefälle von etwa 2 % von Gebäuden weg ist nötig, damit Niederschlagswasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht.
  • Schutzzeiten: Frisch verfugte Flächen sind je nach Produkt typischerweise nach 1–24 Stunden begehbar und nach mehreren Tagen (z. B. 7 Tage) befahrbar.

Schritt-für-Schritt: Pflastersteine und Terrassenplatten mit fester Fuge verfugen

Diese praktische Anleitung zeigt Ihnen den korrekten Ablauf für das Verfugen mit festem Fugenmörtel.

  • Vorbereitung: Fläche im Vorfeld reinigen (z. B. mit Hochdruck ohne Beschädigung der Steine). Lose Alt-Fugenmasse bis mindestens 3 cm Tiefe auskratzen oder ausfräsen. Fugen mit Druckluft ausblasen.
  • Vornässen: Oberfläche der Steine gleichmäßig mit Wasser befeuchten, ohne dass Wasser in den Fugen steht. Dieser Effekt minimiert das Anhaften von Mörtelresten auf der Steinoberfläche.
  • Mörtel anmischen bzw. Gebinde öffnen: Bei 1K-Mörteln den Beutel oder Eimer unmittelbar vor Verarbeitung öffnen. Bei 2K-Mörteln Bindemittel und Härter gemäß Herstellerangaben (z. B. mehrere Minuten mit Rührquirl) homogen mischen.
  • Verteilen des Materials: Fugenmörtel auf die nasse Fläche schütten und mit Gummischieber oder hartem Besen diagonal zu den Fugen einarbeiten, bis alle Fugen vollständig gefüllt sind. Das Werkzeug sollte keine Metallkanten haben, um Kratzer zu vermeiden.
  • Nachwässern: Bei entsprechendem System die Oberfläche mit feinem Wassernebel besprühen, um das selbstverdichtende Material in die Tiefe zu spülen. Staunässe unbedingt vermeiden.
  • Abkehren: Überschussmaterial nach kurzer Anziehzeit mit weichem Besen von der Oberfläche entfernen. Dabei die frisch gefüllten Fugen nicht auskratzen.
  • Aushärten lassen: Fläche für den vom Hersteller angegebenen Zeitraum sperren (z. B. 24 Stunden nicht begehen, 7 Tage nicht befahren). Vor starkem Regen mit Plane oder Folie schützen.
  • Endkontrolle: Nach Aushärtung das Fugenbild prüfen und eventuelle Fehlstellen mit frischem Mörtel nacharbeiten.
Ein Handwerker verteilt mit einem Gummischieber Fugenmörtel diagonal über Pflastersteine, um die Pflasterfugen zu vervollständigen. Der Fugenmörtel sorgt für eine feste Verbindung zwischen den Platten und trägt zur Stabilität der Terrasse bei.

Vergleich: Lose Fuge vs. feste Fuge

Beide Verfugungsarten haben ihre Berechtigung. Hier ein direkter Vergleich der wichtigsten Aspekte:

  • Materialien: Lose Fugen arbeiten mit Fugensand, Quarzsand oder Splitt. Feste Fugen nutzen Fugenmörtel, Polymersand oder zementbasierte Systeme mit reaktiven Bindemitteln.
  • Stabilität: Lose Fugen werden bei Regen und häufigem Kehren ausgeschwemmt. Feste Fugen bleiben dauerhaft an Ort und Stelle – auch nach Jahren intensiver Nutzung.
  • Unkraut und Insekten: Lose Fugen müssen regelmäßig nachgesandet und gejätet werden. Ameisen können sich leicht einnisten. Feste Fugen halten Unkrautbewuchs und Ameisen deutlich besser ab.
  • Wartungsaufwand: Lose Fugen erfordern jährliches oder alle paar Jahre wiederholtes Nachfüllen. Feste Fugen halten bei korrekter Ausführung meist viele Jahre ohne größere Pflege.
  • Elastizität und Rissgefahr: Lose Fugen nehmen Bewegungen sehr gut auf. Feste Fugen sind spannungsempfindlicher und erfordern daher einen guten Unterbau und passende Mörtelwahl.
  • Kosten: Lose Verfugung ist in der Anschaffung günstiger (z. B. Eimer mit 25 kg Sand). Feste Fuge kann jedoch über die Nutzungsdauer wirtschaftlich sein, weil Pflege- und Reinigungskosten sinken. Der Preis für Fugenmörtel liegt typischerweise beim 2-3-fachen von Sand, rechnet sich aber durch die Langlebigkeit.

Häufige Fehler bei festen Fugen und wie man sie vermeidet

Selbst das beste Produkt kann versagen, wenn grundlegende Fehler gemacht werden. Diese Probleme treten in der Praxis am häufigsten auf:

  • Feuchter Untergrund: Zu nasse Fugen und Unterbauten verschlechtern die Haftung des Fugenmörtels. Die Feuchtigkeit kann zu Ausbrüchen und mangelhafter Verbindung führen. Warten Sie nach Regen mindestens 24 Stunden.
  • Zu geringe Fugenbreite: Extrem schmale Fugen unter 3 mm nehmen oft nicht ausreichend Material auf. Die Festigkeit leidet und Fugen können später aufplatzen.
  • Fehlendes oder falsches Gefälle: Stehendes Wasser auf der Fläche führt zu Frostschäden, Ausblühungen und Verfärbungen. Ein Mindestgefälle von 2 % ist unerlässlich.
  • Ungeeignete Reinigung: Zu früh oder zu aggressiv eingesetzte Hochdruckreiniger waschen frische Fugen aus. Bereits erhärtete Fugen können bei zu hohem Druck aufbrechen. Halten Sie ausreichend Abstand und wählen Sie moderaten Druck.
  • Falsche Materialwahl: Nicht außen- oder nicht frostgeeignete Mörtel zeigen in Mitteleuropa schnell Schäden. Wählen Sie immer ein explizit für den Außenbereich zugelassenes System. Ein Hinweis auf die Datenblätter des Herstellers ist unerlässlich.
  • Ignorieren der Verarbeitungszeiten: Geöffnete Gebinde müssen zügig verarbeitet werden. Aushärtezeiten sind unbedingt einzuhalten. Bei Nichtbeachtung leidet die Festigkeit des gesamten Systems.

Pflege, Reinigung und Sanierung fester Fugen

Mit der richtigen Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer festen Fugen erheblich. Hier die wichtigsten Hinweise zur langfristigen Nutzung:

  • Regelmäßige Reinigung: Reinigen Sie die Pflasterflächen mehrmals im Jahr mit Besen oder wasserführendem Schrubber. So halten Sie Schmutz und organisches Material aus den Fugen fern und verhindern Moos-Ansiedlung.
  • Einsatz von Hochdruckreinigern: Bei älteren, fest erhärteten Fugen wählen Sie moderaten Druck und ausreichenden Abstand. So schädigen Sie den Fugenmörtel nicht. Professionelle Heißwasserreinigung mit Absaugung ist besonders schonend.
  • Fleckentfernung: Öl- und Laubflecken auf den Steinen sollten möglichst zeitnah entfernt werden. So vermeiden Sie Randverfärbungen an den Fugen und auf dem Natur- oder Betonstein.
  • Teilreparaturen: Einzelne schadhafte Fugenabschnitte können lokal bis ca. 3–4 cm Tiefe ausgeräumt und mit frischem Fugenmörtel nachgefüllt werden. So bleibt die Gesamtfläche intakt.
  • Komplettsanierung: Bei stark geschädigten Flächen ist eine vollständige Erneuerung der Fugen inklusive gründlicher Reinigung (z. B. Heißwasser-Hochdruck mit Absaugung) sinnvoll. Vor allem bei alten Plattenbelägen kann dies nötig werden.
  • Imprägnierung: Eine geeignete Stein- und Fugenimprägnierung reduziert das Eindringen von Wasser und Schmutz. Die Reinigungsintervalle verlängern sich, und die Fläche bleibt länger ansehnlich.
Eine Person fegt mit einem Straßenbesen eine gepflasterte Terrasse im Garten, um die Fugen zwischen den Terrassenplatten von Unkraut und Schmutz zu befreien. Der Untergrund besteht aus Naturstein, und die Reinigung sorgt dafür, dass die Pflasterflächen in einem gepflegten Zustand bleiben.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu festen Fugen

Wie lange hält eine feste Fuge im Durchschnitt?

Die Lebensdauer hängt stark von Untergrund, Materialqualität, Belastung und Pflege ab. Fachgerecht ausgeführte feste Fugen auf Terrassen und Gehwegen im privaten Bereich bleiben typischerweise 10–15 Jahre und länger funktionsfähig. Bei manchen Pflasterflächen wurden Haltbarkeiten von über 10 Jahren ohne nennenswerte Schäden dokumentiert. Punktuelle Reparaturen können die Nutzungsdauer zusätzlich verlängern.

Kann ich eine feste Fuge nachträglich wieder entfernen?

Eine vollständige Entfernung ist möglich, aber arbeitsintensiv. Die Fugen müssen meist mechanisch (Fräsen, Auskratzen, Stemmgerät) bis ca. 3–4 cm Tiefe ausgeräumt werden. Anschließend kann die Fläche mit neuem Fugenmaterial – ob Mörtel oder Sand – neu verfugt werden.

Ist eine feste Fuge für Hanglagen oder stark geneigte Flächen geeignet?

Feste Fugen funktionieren auch auf geneigten Flächen, wenn Unterbau und Entwässerung fachgerecht ausgeführt wurden. Bei starken Neigungen ist besonders auf rutschhemmende Beläge, gutes Gefüge des Untergrunds und wasserführende Schichten zu achten. Eine Drainage am Fuß der Neigung verhindert Staunässe und Frostschäden.

Kann ich auf festen Fugen Streusalz verwenden?

Viele Hersteller raten vom Einsatz von Tausalz auf Naturstein- und Pflasterflächen ab. Salz kann Steine und Fugenmörtel angreifen und zu Verfärbungen führen. Nutzen Sie stattdessen abstumpfende Mittel wie Splitt oder Sand. Prüfen Sie die konkrete Freigabe des verwendeten Mörtels in den technischen Datenblättern vor der Anwendung.

Eignen sich feste Fugen auch für historische oder denkmalgeschützte Pflasterflächen?

Feste Fugen sollten auf historischen Flächen nur nach Abstimmung mit Denkmalschutzbehörden und mit speziell abgestimmten Systemen eingesetzt werden. Häufig werden hier wassergebundene oder halbfeste Lösungen bevorzugt, um das ursprüngliche Erscheinungsbild und die natürliche Versickerung zu erhalten. Eine individuelle Beratung ist in diesen Fällen unerlässlich.

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