Moosentfernung vom Dach als Schutz für Dein Haus

Moos auf dem Dach ist kein Schönheitsfehler, sondern ein echtes Risiko für Ziegel, Dämmung und Dachstuhl. Feuchtigkeit, Frost und falsche Reinigungsmethoden beschleunigen den Verschleiß massiv. Eine professionelle, materialschonende Dachreinigung schützt nachhaltig vor Schäden und Wertverlust. Wer früh handelt, spart langfristig hohe Reparaturkosten und erhält den Immobilienwert.

Ein grüner Teppich auf dem Dach ist mehr als ein optisches Problem. Eine fachgerechte Moosentfernung vom Dach schützt aktiv die Bausubstanz. Sie bewahrt Dein Haus vor Feuchtigkeitsschäden, verhindert, dass Frost im Winter die Ziegel sprengt, und sichert langfristig den Wert Deiner Immobilie. Betrachte es als eine kluge Investition, die teure Dachreparaturen in der Zukunft vermeidet.

Warum Moos auf dem Dach mehr als ein Schönheitsfehler ist

Nahaufnahme von moosbedeckten Dachziegeln mit Wassertropfen und künstlerischen Farbspritzern im Aquarellstil.

Ein Dach mit einem leichten grünen Schimmer mag einen rustikalen Charme haben. Doch dieser Eindruck täuscht. Moos, Algen und Flechten sind hartnäckige Organismen. Sie verankern sich tief in den Poren der Dachmaterialien und richten dort über die Zeit ernsthafte Schäden an. Wer diesen Bewuchs ignoriert, riskiert teure Folgeschäden, die die Kosten für eine professionelle Reinigung bei Weitem übersteigen.

Das Kernproblem ist einfach: Moos speichert Wasser wie ein Schwamm. Ein dichtes Moospolster hält Deine Dacheindeckung nahezu permanent feucht. Diese ständige Nässe ist nicht nur der ideale Nährboden für weiteres Wachstum, sie beschleunigt auch die Verwitterung der Dachziegel erheblich. Die Säuren, die diese Organismen absondern, zersetzen allmählich die werkseitigen Schutzschichten von Beton- oder Tondachsteinen.

Die schleichende Gefahr durch Feuchtigkeit und Frost

Richtig kritisch wird es im Winter. Dann entfaltet das Moos seine Zerstörungskraft. Das in den Polstern und Poren gespeicherte Wasser gefriert bei Minusgraden. Da sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt, entstehen im Material winzige, unsichtbare Haarrisse. Dieser Prozess, auch Frostsprengung genannt, wiederholt sich jeden Winter.

Jeder Frost-Tau-Wechsel vergrößert die Mikrorisse. Über die Jahre führt dies unweigerlich zu ernsten Problemen:

  • Poröse und brüchige Dachziegel: Das Material verliert an Festigkeit. Eine geringe Belastung durch Sturm oder Schnee kann bereits ausreichen, um einen Ziegel brechen zu lassen.
  • Abplatzungen an der Oberfläche: Die äußere Schutzschicht wird beschädigt, was die Wasseraufnahme weiter erhöht – ein Teufelskreis.
  • Undichtigkeiten im Dach: Durch die Risse dringt Feuchtigkeit in die darunterliegende Dachkonstruktion ein. Die Folge können eine durchnässte Dämmung und verrottende Holzbalken sein.

Ein unentdeckter Feuchtigkeitsschaden im Dachstuhl kann eine Sanierung im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen. Eine rechtzeitige Moosentfernung ist daher aktiver Bautenschutz.

Regionales Risiko in Norddeutschland

Das Klima spielt eine entscheidende Rolle. Gerade in Norddeutschland, insbesondere in Schleswig-Holstein und Hamburg, schaffen die hohe Luftfeuchtigkeit und milde Temperaturen ideale Bedingungen für Moos. Es wächst hier schneller und aggressiver. Untersuchungen zeigen, dass in feuchten Gebieten wie Norddeutschland bis zu 80 Prozent der Dächer bereits nach fünf Jahren stark von Moos befallen sind. Dies kann die Lebensdauer der Dachziegel um bis zu 20 Prozent verkürzen.

Unsachgemäße Reinigungsversuche mit Drahtbürste oder einem zu starken Hochdruckreiniger verschlimmern die Situation. Sie rauen die Oberfläche auf, schaffen neue Mikrorisse und bereiten dem Neubewuchs einen idealen Nährboden.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der gestörte Wasserablauf. Moospolster wirken wie kleine Dämme. Sie hindern Regenwasser daran, schnell und ungehindert in die Dachrinne zu fließen. Das Wasser staut sich und wird im schlimmsten Fall unter die Ziegel gedrückt. Eine professionelle Moosentfernung stellt sicher, dass Dein Dach seine Schutzfunktion wieder vollständig erfüllen kann. Es geht hier nicht um Kosmetik, sondern um eine notwendige Instandhaltungsmaßnahme.

Welche Reinigungsmethode für welches Dach geeignet ist

Die Auswahl des richtigen Verfahrens zur Moosentfernung ist entscheidend für die Langlebigkeit Deines Daches. Eine falsche Wahl kann mehr Schaden anrichten als das Moos selbst. Im schlimmsten Fall kommt der grüne Belag danach sogar schneller und dichter zurück.

Es gibt drei gängige Ansätze, die sich in ihrer Wirkung, Materialschonung und Nachhaltigkeit stark unterscheiden. Die Wahl hängt immer vom Material und Zustand Deiner Dacheindeckung ab. Was für robuste Betonpfannen geeignet ist, kann ein altes Schieferdach oder beschichtete Tonziegel beschädigen.

Der Griff zu Bürste und Schaber: Mechanische Reinigung

Auf den ersten Blick wirkt es logisch und umweltfreundlich: Man klettert aufs Dach und kratzt das Moos mit einer Drahtbürste oder einem Schaber ab. Diese Methode ist jedoch mit erheblichen Risiken verbunden.

Das aggressive Schrubben und Kratzen raut die Oberfläche der Dachziegel stark auf. Besonders bei älteren Beton- oder Tonziegeln, deren schützende Engobe – eine dünne, glasurartige Schicht – bereits verwittert ist, legt man die poröse Struktur frei.

  • Höhere Wasseraufnahme: Die aufgeraute Oberfläche saugt Regenwasser stärker auf.
  • Schnellerer Neubefall: In den winzigen Kratzern und Riefen finden neue Moossporen einen perfekten Nährboden.
  • Gefahr von Mikrorissen: Der Druck beim Kratzen kann feine Haarrisse verursachen. Im Winter dringt Wasser ein, gefriert und sprengt kleine Teile des Ziegels ab.

Mit dieser Methode entfernst Du zwar das sichtbare Moos, schaffst aber gleichzeitig ideale Bedingungen für die nächste, oft hartnäckigere Generation. Für die meisten Dächer ist dieser Weg daher nicht zu empfehlen.

Die Chemiekeule: Behandlung mit Bioziden

Eine andere verbreitete Taktik ist der Einsatz von chemischen Moosentfernern. Diese sogenannten Biozide werden auf das Dach gesprüht, um Moos und Algen abzutöten. Die Idee ist, dass der nächste Regen die abgestorbenen Pflanzenreste abspült.

Das klingt nach wenig Arbeit, hat aber erhebliche Nachteile. Biozide sind giftig. Mit dem Regenwasser gelangen die Wirkstoffe in die Dachrinne und von dort ins Grundwasser oder den Garten. Das stellt eine Belastung für die Umwelt, Haustiere und Pflanzen dar. Zudem können aggressive Chemikalien empfindliche Dachmaterialien, Dichtungen oder Metallteile aus Kupfer und Zink angreifen.

Ein professioneller Ansatz löst das Problem an der Wurzel, ohne die Bausubstanz oder die Umwelt unnötig zu gefährden. Nachhaltigkeit bedeutet hier, ein sauberes Ergebnis zu schaffen, das sicher ist und lange hält.

Reinigung mit Wasser: Die Tücken des Hochdruckreinigers

Die Arbeit mit Wasser ist oft der beste Weg – vorausgesetzt, man macht es richtig. Viele greifen zum Hochdruckreiniger, was fatale Folgen haben kann. Ein zu harter Wasserstrahl wirkt auf Dachziegel wie ein Sandstrahlgebläse. Er trägt die Schutzschicht ab, drückt Wasser unter die Ziegel in die Dämmung und kann die Pfannen sogar anheben oder brechen lassen.

Ein Fachbetrieb nutzt stattdessen ein Heißwasser-Niederdruckverfahren. Dabei wird Wasser auf bis zu 100 °C erhitzt und mit einem exakt angepassten, niedrigen Druck aufgetragen. Die Hitze tötet Moos, Algen und Flechten bis in die tiefsten Poren ab, ohne die Oberfläche mechanisch zu belasten. Dieses Vorgehen ist materialschonend, hochwirksam und umweltfreundlich, da es meist ohne Chemie auskommt. Wie entscheidend solche schonenden Verfahren sind, zeigt sich auch bei anderen empfindlichen Oberflächen – mehr zur schonenden Fassadenreinigung erfährst du hier in unserem Ratgeber.

Vergleich der Reinigungsmethoden für Dächer

Um die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die gängigen Verfahren zur Moosentfernung in einer Übersicht zusammengestellt. Die Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile in Bezug auf Effektivität, Materialschonung und Nachhaltigkeit.

MethodeWirkungsweiseVorteileNachteile & RisikenMechanische Reinigung Manuelles Abkratzen mit Bürsten/SchabernGünstig, keine ChemieBeschädigt die Dachoberfläche, fördert schnellen Neubefall, Risiko von Mikrorissen Chemische Behandlung Abtöten des Mooses durch BiozideGeringer ArbeitsaufwandUmweltbelastung durch Chemikalien, potenzielle Materialschäden, unsichere Langzeitwirkung Hochdruckreiniger (DIY)Abtragen durch hohen WasserdruckSchnelle sichtbare ErgebnisseZerstört Schutzschichten, raut Oberfläche auf, drückt Wasser unter Ziegel, sehr hohes SchadensrisikoHeißwasser-NiederdruckAbtöten durch Hitze bei schonendem DruckSehr materialschonend, entfernt wurzeltief, nachhaltig, meist chemiefreiErfordert professionelle Ausrüstung und Fachkenntnis, höhere Anfangskosten als DIY

Die Wahl der Methode ist keine reine Geschmackssache, sondern eine technische Notwendigkeit, um Dein Dach zu schützen. Ein seriöser Fachbetrieb wird Dein Dach immer zuerst genau prüfen und dann das Verfahren empfehlen, das wirklich passt.

Der Ablauf einer professionellen Dachreinigung

Wer einen Fachbetrieb für die Moosentfernung vom Dach beauftragt, erwartet einen klaren und sicheren Ablauf. Ein professionelles Vorgehen erkennst Du an einer durchdachten Planung und einer Ausführung, die genau auf das Material Deines Daches abgestimmt ist. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, ein einwandfreies Ergebnis zu liefern, ohne die Substanz des Daches zu gefährden.

Für optimale und nachhaltige Ergebnisse sollte eine Dachreinigung immer von erfahrenen Fachbetrieben aus dem Handwerk übernommen werden. Nur so ist sichergestellt, dass die richtigen Methoden und die notwendigen Sicherheitsstandards zum Einsatz kommen.

Die Vor-Ort-Analyse als Fundament

Alles beginnt mit einer genauen Begutachtung bei Dir vor Ort. Ein Experte prüft nicht nur das sichtbare Moos, sondern nimmt Dein gesamtes Dach unter die Lupe. Dies ist die wichtigste Phase des gesamten Projekts.

Dabei wird eine Art Checkliste abgearbeitet:

  • Material der Dacheindeckung: Besteht Dein Dach aus Betonpfannen, Tondachziegeln, Schiefer oder Faserzementplatten? Jedes Material erfordert eine spezielle Behandlung.
  • Zustand und Alter: Sind bereits Risse, Abplatzungen oder poröse Stellen erkennbar? Ein älteres Dach verzeiht keine grobe Behandlung und erfordert mehr Sorgfalt.
  • Dachneigung und Zugänglichkeit: Wie steil ist das Dach und wie gut sind alle Flächen erreichbar? Davon hängt ab, ob ein Gerüst, eine Seilsicherung oder andere Sicherheitsmaßnahmen nötig sind.
  • Grad der Verschmutzung: Wie tief hat sich das Moos festgesetzt? Gibt es zusätzlich Algen und Flechten? Die Stärke des Befalls bestimmt den Aufwand der Reinigung.

Diese Analyse ist die Basis für jedes seriöse Angebot. Sie stellt sicher, dass die vorgeschlagene Reinigungsmethode nicht nur effektiv, sondern auch sicher für Dein Dach ist.

Sorgfältige Vorbereitung und Schutzmaßnahmen

Bevor die eigentliche Reinigung beginnt, wird die gesamte Umgebung sorgfältig vorbereitet. Oberstes Gebot ist der Schutz Deines Eigentums, um zu verhindern, dass Schmutz oder Wasser an unerwünschte Stellen gelangen.

Zum Standard gehört das Abdecken empfindlicher Bereiche wie Fenster, Teile der Fassade, Terrassenböden und Pflanzen in den Beeten. Auch die Fallrohre werden bei Bedarf geschützt, damit sie nicht durch abgetragenes Material verstopfen.

Ein Profi denkt nicht nur an das Dach, sondern an das gesamte Umfeld. Die Sauberkeit und der Schutz von Haus und Garten sind fester Bestandteil einer hochwertigen Dienstleistung.

Die Reinigung mit der richtigen Technik

Nun folgt die eigentliche Moosentfernung von Dächern. Diese erfolgt systematisch, Bahn für Bahn. Das Heißwasser-Niederdruckverfahren hat sich als Goldstandard etabliert – es ist effektiv und gleichzeitig sehr schonend.

Dabei wird Wasser auf bis zu 100 °C erhitzt und mit einem geringen, exakt auf das Dachmaterial abgestimmten Druck aufgetragen. Die Hitze erledigt die Hauptarbeit: Sie tötet Moos, Algen und Flechten porentief ab, ohne die Oberfläche der Ziegel mechanisch zu belasten. Im Gegensatz zum brachialen Kaltwasser-Hochdruck wird die natürliche Schutzschicht der Dachpfannen weder aufgeraut noch beschädigt. Mehr zu den technischen Feinheiten und warum der richtige Druck so entscheidend ist, findest Du in unserem Ratgeber zu den Richtlinien zur Hochdruckreinigung von Pflastersteinen. Die Grundprinzipien lassen sich gut übertragen.

Nachbereitung und Endkontrolle

Wenn die gesamte Dachfläche sauber ist, folgt die Nachbereitung. Alle Dachrinnen und Fallrohre werden sorgfältig von Moosresten und Schmutz befreit und durchgespült. So ist sichergestellt, dass Regenwasser wieder ungehindert abfließen kann.

Danach wird die komplette Arbeitsumgebung aufgeräumt und gesäubert. Ein seriöser Dienstleister hinterlässt Dein Grundstück mindestens so sauber, wie er es vorgefunden hat. Zum Schluss findet eine gemeinsame Endabnahme statt. Dies schafft Transparenz und gibt Dir die Sicherheit, dass das Ergebnis Deinen Erwartungen entspricht.

Was eine professionelle Moosentfernung kostet und warum sie sich rechnet

Eine professionelle Dachreinigung ist eine Investition in den Schutz und den Wert Deines Hauses. Die Kosten sind überschaubar, besonders im Vergleich zu den teuren Reparaturen, die Du dadurch vermeidest.

Pauschalpreise gibt es bei seriösen Anbietern nicht, da jedes Dach anders ist. Um Dir ein faires und transparentes Angebot zu machen, prüfen wir die Gegebenheiten immer persönlich vor Ort.

Wovon der Preis abhängt

Der Aufwand – und damit der Preis – für eine Dachreinigung hängt von konkreten Faktoren ab:

  • Dachgröße und Zugänglichkeit: Die Quadratmeterzahl ist die Basis. Genauso wichtig ist die Erreichbarkeit. Ein verwinkeltes Dach mit vielen Gauben erfordert mehr Aufwand und Sicherungsmaßnahmen als eine einfache Satteldachfläche.
  • Material der Dacheindeckung: Ein robustes Dach aus Betonpfannen benötigt eine andere Behandlung als empfindlicher Naturschiefer. Wir wählen immer das Verfahren, das Dein Material schont.
  • Die Neigung des Daches: Je steiler, desto anspruchsvoller. Bei stark geneigten Dächern sind spezielle Seilzugangstechniken oder ein Gerüst notwendig. Sicherheit hat oberste Priorität.
  • Stärke des Befalls: Ein leichter grüner Film ist schnell beseitigt. Dicke Moospolster, die sich tief in die Fugen gesetzt haben, erfordern eine längere Reinigungsdauer.

Als grobe Orientierung kannst Du mit Kosten zwischen 8 und 20 Euro pro Quadratmeter für eine professionelle Dachreinigung rechnen. Ein exaktes, auf Dein Dach zugeschnittenes Angebot erhältst Du nach einer kostenlosen Begutachtung vor Ort.

Die Investition, die sich bezahlt macht

Die entscheidende Frage ist nicht, was die Reinigung kostet, sondern was Du durch sie sparst. Vergleiche die einmaligen Kosten für die Moosentfernung mit potenziellen Reparaturen durch Feuchtigkeitsschäden und Frostsprengungen.

Der wahre Wert einer professionellen Dachreinigung liegt in der Vermeidung teurer Folgeschäden. Eine überschaubare Investition heute verhindert oft eine Sanierung im fünfstelligen Bereich morgen.

Ein von Moos befallenes Dach kann teuer werden. Kaputte Ziegel müssen ausgetauscht, die durchnässte Dämmung erneuert und im schlimmsten Fall Teile des Dachstuhls saniert werden. Diese Kosten sind um ein Vielfaches höher als die für eine vorbeugende Reinigung.

Werterhalt und ein starkes Argument beim Verkauf

Ein sauberes Dach steigert den Wert Deiner Immobilie. Potenzielle Käufer sehen ein stark vermoostes Dach als Alarmsignal für versteckte Mängel und hohe Folgekosten. Experten schätzen, dass ein ungepflegtes Dach den Marktwert eines Hauses um 5 bis 10 Prozent senken kann. Gedanklich werden schnell 10.000 bis 20.000 Euro für eine mögliche Sanierung vom Kaufpreis abgezogen.

Eine professionelle Moosentfernung ist also mehr als nur Instandhaltung – sie ist eine aktive Wertsteigerung. Sie sorgt für eine gute Optik und signalisiert: Dieses Dach ist in einem einwandfreien Zustand.

Wie Du neuem Moosbefall wirksam vorbeugst

Mann reinigt Dachziegel mit Wassertropfen, umgeben von bunten Aquarellspritzern und grünem Baum.

Dein Dach ist frisch gereinigt – aber wie bleibt es so? Die beste Reinigung nützt wenig, wenn Du nicht gleichzeitig dafür sorgst, dem Moos zukünftig die Lebensgrundlage zu entziehen. Das schützt nicht nur die Optik, sondern auch Deine Investition in die Dacheindeckung.

Manche Faktoren wie die Lage des Hauses, eine schattige Nordseite oder eine flache Dachneigung lassen sich nicht ändern. Genau diese schaffen aber das feuchte, kühle Milieu, in dem sich Moos wohlfühlt. Dennoch hast Du Möglichkeiten, diese Einflüsse zu verringern.

Umweltfaktoren aktiv managen

Der einfachste und wirkungsvollste Schritt ist oft der offensichtlichste: Sorge für mehr Sonne und eine bessere Luftzirkulation. Hohe Bäume oder große Sträucher, die Schatten auf Dein Dach werfen, halten es länger feucht.

Ein gezielter, professioneller Rückschnitt von Ästen, die über das Dach ragen, kann hier viel bewirken. Mehr Sonnenlicht trocknet die Ziegel nach einem Regen schneller ab. Ein Nebeneffekt: Weniger Laub im Herbst bedeutet weniger organisches Material in den Dachrinnen, das als Nährboden für Moos dient.

Lage und Verschattung spielen eine große Rolle. In Regionen wie Schleswig-Holstein und Hamburg kann eine Nordausrichtung die Feuchtigkeit auf dem Dach um bis zu 60 Prozent erhöhen. Bei Dächern mit einer Neigung unter 25 Grad und in Baumnähe ist die Moosbildung in 85 Prozent der Fälle deutlich stärker. Seit den 1990er-Jahren hat der Moosanteil auf deutschen Dächern um etwa 40 Prozent zugenommen – ein klares Zeichen, dass Vorbeugung immer wichtiger wird.

Der unsichtbare Schutzschild: eine professionelle Imprägnierung

Die effektivste Methode, um einem Neubefall vorzubeugen, ist eine professionelle Schutzbehandlung direkt nach der Reinigung. Dabei wird eine spezielle hydrophobierende Imprägnierung auf die sauberen, trockenen Dachziegel aufgetragen.

Eine Hydrophobierung macht die Oberfläche wasserabweisend, ohne die Poren zu versiegeln. Das Material bleibt atmungsaktiv, aber Wasser perlt ab, anstatt einzuziehen.

Die Oberfläche eines Dachziegels ist unter dem Mikroskop porös, mit unzähligen kleinen Vertiefungen. Hier sammelt sich Wasser und bietet Moosen eine Lebensgrundlage. Die Imprägnierung dringt in diese Poren ein und kleidet sie von innen aus, ohne sie zu verstopfen.

Die Vorteile sind klar:

  • Keine Chance für Moos: Ohne stehende Feuchtigkeit können sich Moossporen kaum festsetzen.
  • Schutz vor Frostschäden: Wenn kein Wasser in die Ziegel eindringen kann, ist die Gefahr von Frostsprengungen gebannt.
  • Selbstreinigungseffekt: Schmutz findet auf der glatteren, wasserabweisenden Oberfläche kaum Halt und wird beim nächsten Regen abgewaschen.
  • Langanhaltende Wirkung: Eine fachmännisch aufgetragene Imprägnierung schützt Dein Dach für viele Jahre, oft bis zu einem Jahrzehnt.

Diese Schutzschicht ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Dachpflege. Sie verlängert die Zeit bis zur nächsten Reinigung erheblich und trägt aktiv zum Werterhalt Deines Daches bei. Dasselbe Prinzip schützt auch Pflasterflächen; mehr zur effektiven Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen kannst Du bei uns nachlesen.

Die Kombination aus der Reduzierung von Umweltfaktoren und einer hochwertigen Schutzbehandlung ist der Schlüssel für ein dauerhaft sauberes Dach. Ein planvolles Vorgehen erspart Dir langfristig Ärger, Zeit und Kosten.

Fragen, die uns immer wieder zur Moosentfernung gestellt werden

Wenn Du darüber nachdenkst, Dein Dach professionell von Moos befreien zu lassen, tauchen viele Fragen auf. Hier haben wir die häufigsten Bedenken zusammengetragen und basierend auf unserer täglichen Erfahrung beantwortet.

Wie oft sollte ich mein Dach reinigen lassen?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, da jedes Dach anders ist. Die Lage spielt die größte Rolle. Steht Dein Haus im Schatten oder in einer feuchten Umgebung, solltest Du alle drei bis fünf Jahre einen prüfenden Blick auf das Dach werfen.

Wenn wir ein Dach gründlich gereinigt und danach mit einer hochwertigen Schutzimprägnierung behandelt haben, hält das Ergebnis deutlich länger. Dann kannst Du bis zu zehn Jahre oder länger Ruhe vor starkem Neubewuchs haben. Grundsätzlich gilt: Je früher Du bei ersten grünen Spuren handelst, desto einfacher und günstiger ist die Reinigung. Warte nicht, bis dicke Moospolster das Dach bedecken.

Unser Tipp aus der Praxis: Handle lieber früher als später. Das schont nicht nur Deinen Geldbeutel, sondern vor allem die Substanz Deines Daches.

Macht ein Hochdruckreiniger mein Dach kaputt?

Ja, in ungeübten Händen kann ein Hochdruckreiniger erhebliche Schäden anrichten. Unser dringender Rat: Lass die Finger davon. Das Problem ist der brutale, punktuelle Druck, der auf die Ziegel einwirkt.

Die Folgen sind oft:

  • Zerstörung der Schutzschicht: Moderne Tonziegel haben eine schützende Schicht (Engobe). Der harte Wasserstrahl raut diese auf oder trägt sie komplett ab.
  • Poröse Oberfläche: Ein aufgerauter Ziegel saugt Wasser auf und bietet Moos eine ideale Angriffsfläche. Der Grünbelag kommt schneller und stärker zurück.
  • Gefahr von Wasserschäden: Der Druck kann Wasser unter die Ziegel pressen und die Dämmung oder den Dachstuhl schädigen.

Ein Profi wie Pflasterlux nutzt ein Heißwasser-Niederdruckverfahren. Die Reinigungskraft kommt von der Temperatur, nicht vom Druck. So entfernen wir das Moos wurzeltief, ohne die Ziegel zu gefährden.

Und was genau bringt eine Imprägnierung nach der Reinigung?

Die Imprägnierung ist der wichtigste Schritt für langfristigen Schutz. Sie ist kein Extra, sondern entscheidend für ein nachhaltiges Ergebnis.

Nach der porentiefen Reinigung tragen wir eine unsichtbare, atmungsaktive Schutzschicht auf die trockenen Ziegel auf. Diese Imprägnierung wirkt wasserabweisend. Regen perlt ab, anstatt in das Material einzudringen. Moosen, Algen und Flechten wird die Lebensgrundlage entzogen – ohne Feuchtigkeit können sie nicht wachsen.

Gleichzeitig ist dies der beste Schutz vor Frostschäden im Winter. Wenn kein Wasser in den Ziegel eindringen kann, gibt es keine Frostsprengungen, die das Material mürbe machen. So verlängerst Du die Lebensdauer Deines Daches erheblich.

Kann man das Dach zu jeder Jahreszeit reinigen?

Theoretisch ja, aber praktisch ist es nur in den frostfreien Monaten sinnvoll. Die beste Zeit ist das Frühjahr, der Sommer oder der trockene Frühherbst.

Bei Temperaturen unter 5 °C, bei starkem Regen oder Wind arbeiten wir nicht. Das hat gute Gründe: Die Sicherheit unserer Mitarbeiter auf einem nassen Dach hat Priorität. Zudem leidet das Ergebnis. Vor allem die schützende Imprägnierung benötigt einen trockenen Untergrund, um tief einzuziehen und auszuhärten. Wir planen unsere Einsätze daher immer mit Blick auf die Wettervorhersage.

Hast Du noch weitere Fragen oder möchtest wissen, was eine professionelle Reinigung für Dein Dach kostet? Pflasterlux® kommt gerne für eine unverbindliche Begutachtung bei Dir vorbei und erstellt Dir ein faires, transparentes Angebot.

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